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  • Thomas Fritsche

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Wer sich am Samstag entschlossen hatte, in die Halle zu kommen, der sollte dies nicht bereuen: Die USV VIMODROM Baskets schlagen den Tabellenführer BG Litzendorf mit 62:59. Bis zur letzten Sekunde konnten die Zuschauer ein hochklassiges und spannendes Spiel verfolgen, welches von guten Aktionen und hervorragendem Teamplay gezeichnet war.

Foto: Frieda Fischer


Bereits die ersten Minuten der Partie ließen darauf schließen, dass beide Mannschaften nicht zum Verlieren angetreten waren. Die Defense war gleichermaßen aggressiv und kontrolliert, sodass häufig nur schwere Abschlüsse möglich waren. Ausschließlich Aktionen mit hohem Tempo und nötiger Konsequenz führten überhaupt zu erfolgreichen Treffern. Auf Seiten Jenas erzielte den ersten Lilly Feistkorn – direkt mit einem AndOne. Isabell Goller antwortete auf Seiten Litzendorfs auf ähnliche Weise. Generell gab es zahlreiche Freiwürfe im Spielverlauf, da einige Abschlüsse am Brett nur mit einem Foul gestoppt werden konnten. Die Foulverteilung blieb jedoch recht ausgeglichen.


Das erste Viertel konnte kein Team für sich entscheiden, 18:18 zeigte die Anzeigetafel. Auch der zweite und dritte Spielabschnitt glichen diesem Schlagabtausch. Jena scorte, Litzendorf zog nach – und andersherum. Die Gegnerinnen spielten eine sehr effektive und gut organisierte Zone, gegen die die USV Damen immer wieder neue Lösungen finden mussten. Penetration, Pass, Penetration, Pass – 3er, Floater oder Post Up. Coach Thomas Fritsche ermutigte die Spielerinnen, andere Optionen zu finden und immer wieder Cuts zu laufen, was sie auch sehr gut taten.


Die hohe Intensität und das erforderliche Teamplay in dem Tempo führten allerdings auch zu vielen Turnovern. Im Spielverlauf verbesserte sich dies jedoch kontinuierlich und die Pässe – insbesondere auf cutende oder postende Spielerinnen in die Zone – wurden merklich besser.


Im 3. Viertel gab es die höchste Führung der Gäste – ein 5-Punkte Vorsprung, der in solch einer Partie recht viel erschien. Doch Kapitän Clara Englisch und Annika Schwarz glichen den Abstand wieder aus und defensiv stellten insbesondere Annika Heck und Lisa Neubert sicher, dass die Litzendorferinnen nicht zum Zuge kamen. Mit einem Stand von 48:49 ging es in die letzten 10 Minuten.


Als Zuschauer stellte man sich die Frage, welches Team zuerst keinen Atem haben oder den Fokus verlieren würde. Die Antwort darauf war jedenfalls nicht Jena, denn die VIMO Ladies gaben in diesem Spiel wirklich alles. Sie reduzierte nun ihre Turnover drastisch und verteidigten noch cleverer. Knapp blieb es trotzdem bis zur letzten Sekunde. Ein getroffener Freiwurf von Vanessa Kajan erhöhte den Abstand auf 3 Punkte. Doch 11 Sekunden vor Schluss bekam Daniela Vogel noch die Chance, diese auszugleichen. Der schwere Wurf war allerdings nicht drin und die USV VIMODROM Baskets gewinnen das sehenswerte Spiel vor heimischem Publikum.


Den direkten Vergleich verlieren sie damit zwar trotzdem knapp, können mit der gezeigten Leistung aber zufrieden sein und mit viel Selbstbewusstsein in die kommenden Spiele gehen.


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