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  • Thomas Fritsche

Den Fokus verloren

Das vergangene Spiel gegen den TV Marktheidenfeld lief für die USV VIMODROM Baskets Jena leider nicht so wie die bisherigen Partien der Saison. Letztendlich musste man sich mit 42:61 in der eigenen Halle geschlagen geben und hat somit die erste Niederlage zu verzeichnen.

Foto: Christoph Worsch


Wie bereits im vorherigen Spiel gegen die BG Litzendorf stand mit den Gästen aus Marktheidenfeld ein sehr routiniertes und etabliertes Team aus der Regionalliga auf dem Feld. Der zu dem Zeitpunkt Tabellenzweite startete dementsprechend mit hoher Konzentration und vor allem konsequenten Aktionen ins Spiel. Die USV Ladies versuchten trotzdem, ihren Game-Plan umzusetzen und mit gewohnt hohem Tempo zu spielen, um die Gegnerinnen dadurch unter Druck zu setzen. Die dauerhafte Zone und Presse der Gäste gestaltete dies jedoch recht schwierig und oft blieb nur noch wenig Zeit für gute Abschlüsse. Im ersten Viertel blieb die Trefferquote auf beiden Seiten recht überschaubar, sodass der TV Marktheidenfeld nur knapp in Führung ging (8:11).


Auch im zweiten Spielabschnitt kamen die Universitätssportlerinnen nicht zu den gewünschten Würfen oder trafen diese nicht hochprozentig. Dies ließ das Selbstvertrauen etwas sinken und der defensive Druck der Gegnerinnen schien alle stärker zu beeindrucken als nötig. Dadurch wurden oft schlechte Entscheidungen getroffen. Ob dies schwierige Abschlüsse am Brett betraf oder der fehlende Fokus auf Details gegen die Presse – Das Endergebnis lag auf der Hand: die Gäste konnten sich immer weiter absetzen. Da die defensive Leistung der VIMO Damen trotzdem gut war, blieb das Spiel eher ein low-scoring Game mit einem Spielstand von 13:28 zur Halbzeit.


In der Halbzeitpause versuchten die USV VIMODROM Baskets wieder auf einen Nenner zu kommen und sich gegenseitig zu motivieren. Mit neuer Energie startete man in die zweite Hälfte, so war bei einem Rückstand von 15 Punkten noch nichts verloren. Allerdings schafften sie es nicht, das Blatt zu wenden. Das eigene Spiel – hohes Tempo, starke Dreierquote, aggressive Züge zum Korb mit Blick auf offene Schützen – konnte einfach nicht aufs Parkett gebracht werden. Durch zwei Dreier von Lily Rhomberg und Laura Thiele wurde die Stimmung kurz wieder kämpferisch, aber der Abstand von zwischenzeitlich 26 Punkten war nicht mehr aufzuholen.


Doch auch Niederlagen gehören zu einer Saison dazu und es gibt in jedem Spiel wichtige Lernerfahrungen. So ist beispielsweise Aufbauspielerin Alina Hamzei positiv zu erwähnen, die gegen die Presse immer wieder erfolgreich ihre Schnelligkeit ausnutzte und hier sicherlich eine Menge an Selbstsicherheit gewinnen konnte. Auch Laura Thiele zeigte ein gutes Spiel, konnte gerade in der zweiten Halbzeit offensiv wie defensiv Akzente setzen. Außerdem verteidigten Clara Englisch und Vanessa Kajan die erfahrenen Postplayer der Gegnerinnen sehr gut und kämpften sich konsequent davor, um keine einfachen Abschlüsse zuzulassen.


Da das kommende Wochenende spielfrei ist, wird die Woche sowohl zur Regeneration als auch mit Training hinsichtlich Details genutzt. Somit ist zu hoffen, dass der Fokus im Spiel gegen den USV TU Dresden am 12.11. (auswärts) wieder klar auf dem eigenen Spiel liegen wird und die Mädels siegreich vom Feld gehen können.

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