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  • Thomas Fritsche

JAHRESAUFTAKT IN BERLIN

Für das erste Spiel im neuen Jahr ging es für die USV VIMODROM Baskets zum derzeitigen Tabellenvierten ALBA Berlin. Mit dabei zwei neue Gesichter in der Rotation von Jena – Tina Rothämel und Chelsey Shumpert verstärken das Team und bringen einiges an Erfahrung mit. Verzichten mussten die Universitätssportlerinnen am Wochenende dafür verletzungsbedingt auf Denise Alkewitz, Annika Schwarz sowie Ina Elsner. Nach langer Zeit wieder mit dabei ist Nina Kane, die zuletzt wegen einer Knieverletzung pausieren musste. Bei den Berlinern fehlte Lena Gohlisch.

Chelsey Shumpert trug das erste Mal das Jenaer Trikot. Foto: Philipp Sommer


Seit dem ersten Spiel gegen ALBA Berlin, welches im September den Auftakt in die 2. DBBL darstellte, hat sich auf Seiten Jenas viel geändert. Nicht nur personell, auch spielerisch ist man definitiv in der Liga angekommen und hat somit bessere Chancen eine Partie auf Augenhöhe zu spielen. Nichts geringeres hatten die USV Sportlerinnen geplant und starteten dementsprechend ins Spiel.


ALBA kann den Sprungball zwar für sich entscheiden, die ersten Punkte des Spiels steuert jedoch Chelsey Schumpert mit einem Dreier für die USV VIMODROM Baskets bei. Etwas verzögert antwortet Berlin über Valeria Aleksieva ebenfalls mit einem 3-Punkt-Spiel. Zu Beginn des Viertels wird das Spiel auf beiden Seiten schnell gestaltet, die flüssigen Ballbewegungen führen allerdings oft zu verfrühten Abschlüssen, die nicht verwandelt werden können. Während die USV Sportlerinnen ihre Würfe vor allem von der Dreierlinie nehmen, punktet die Heimmannschaft meist über starke Insidemoves von Hannah Brown sowie mehreren Fastbreaks. 13:10 steht es nach 10 Minuten.


Jena startet sehr gut in den zweiten Abschnitt, die ersten beiden Plays schließen Tina Rothämel und Sarah Bennett erfolgreich ab. Doch auch Berlin kann erneut über ihre Postspieler scoren und hält den Vorsprung weiterhin konstant bei drei, vier Punkten. Zudem macht das Heimteam das Spiel erneut sehr schnell und die USV VIMODROM Baskets lassen sich von der Geschwindigkeit anstecken. Leider sind die Abschlüsse dadurch häufig nicht ideal herausgespielt und leichte Ballverluste führen zu einfacheren Wurfchancen auf Berliner Seite.

Mit zwei Dreiern von Sarah Bennett und Nina Kane verkürzt Jena zwei Minuten vor Viertelende auf zwei Punkte Abstand und kann durch mehrere Offensiverebounds die Berlinerinnen zu längeren Verteidigungssequenzen zwingen. Chelsey Schumpert ermöglicht wenige Sekunde vor der Halbzeitpause die Führung mit einem schönen Assist auf Sarah und verwandelt selbst einen Freiwurf. Dadurch gehen die VIMO Ladies mit einer 30:28 Führung in die Kabine.


Die zweite Hälfte beginnt mit drei Offensivrebounds in Folge sehr vielversprechend für die USV VIMODROM Baskets. Leider können jedoch sämtliche Abschlüsse in den ersten Minuten nicht verwandelt werden, wodurch sich Berlin die Führung zurückholt. Erst Vanessa Kajan bricht den Bann nach 4 Minuten und bringt die Damen zurück ins Spiel.


Insgesamt gleicht das dritte Viertel der Anfangsphase des Spiels, wo beide Teams mit hohem Tempo spielten, die Abschlüsse jedoch dafür recht unpräzise und dadurch wenig erfolgreich waren. Zudem kommen die USV Ladies gegen Ende des Viertels etwas aus dem Tritt und lassen den Berlinerinnen zu viele freie Optionen, wodurch sich der Abstand auf 8 Punkte vergrößert. Sehr gute, gemeinsame Aktionen von Tina Rothämel, Lilly Feistkorn sowie Nina Kane halten die Universitätssportlerinnen weiterhin im Spiel. Hannah Brown zieht anschließend einige Fouls für sich, sodass ALBA den Vorsprung halten kann. 49:41 steht es vor dem letzten Viertel.


Während ALBA Berlin sehr konzentriert und aggressiv in den letzten Spielabschnitt startet, wirkt es bei den USV VIMODROM Baskets nervös und gezwungen. Nach nur zwei Minuten führt das Heimteam daher mit 14 Punkten und Jena steht vor der schwierigen Aufgabe diesen Vorsprung noch aufzuholen. Insbesondere Clara Wilke und Valeria Aleksieva steuern auf Berliner Seite einige Punkte hinzu und treffen gute Entscheidungen. Leider findet der USV Jena auch nach 5 Minuten nur schwer einen funktionierenden Rhythmus, sodass Berlin den Vorsprung nach und nach ausbaut. Die letzten Punkte nach 40 Minuten macht Alina Hamzei, die jüngste Nachwuchsspielerin Jenas. Doch auch dies ändert nichts an dem Ergebnis, 76:55 steht es nach 40 Spielminuten.


Nach dieser sehr intensiven Partie lässt sich feststellen, dass die USV VIMODROM Baskets noch ein wenig mehr Struktur und Teamfeeling benötigen, um die Rückrunde erfolgreich zu gestalten. Dies überrascht jedoch nicht, so sind mit Tina und Chelsey doch völlig neue Charaktere zur Mannschaft dazu gestoßen, deren Fähigkeiten erst noch ideal integriert werden müssen. Nun ist abzuwarten, wann die verletzten Spielerinnen wieder am Training teilnehmen können, um schnellstmöglich Konstanz und Kontinuität in das Jenaer Spiel zu bringen.


Mit dem kommendem Spiel gegen Chemnitz steht für die USV VIMODROM Baskets in jedem Falle auch ein starker Gegner bevor.

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