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  • Thomas Fritsche

PLAYOFF AUS TROTZ TOLLER KULISSE

Im dritten Spiel der Playoff-Serie zwischen den USV VIMODROM Baskets Jena und dem TSV München Ost konnten die Jenaer Ladies vor 300 Zuschauerinnen und Zuschauern dem Druck der Münchnerinnen nicht standhalten und mussten sich mit 59:68 geschlagen geben.

Foto: Frieda Fischer


Mit großen Ambitionen gingen die VIMODROM Damen ins Spiel, wollte man doch mit den heimischen Fans im Rücken ins Halbfinale gegen Marktheidenfeld einziehen. Doch München startete mit mehr defensiver Intensität als Jena. So konnte Jena selten klare Abschlüsse herausspielen und schaffte es selbst nicht, den Weg zum Korb zu verteidigen und zweite und dritte Würfe zu verhindern. Bis zum 11: 7 per Dreier von Jill Brand war man dennoch gut im Spiel, doch dann wollte nichts mehr gelingen. Mit einem13:0 Lauf entschieden die Münchnerinnen das erste Viertel mit 20:11 für sich.


Das zweite Viertel begann mit einem Dreier von Lily Rhomberg und Lilly Feistkorn wurde auf dem Weg zum Korb gefoult. Doch weiterhin gewährte man München zu viele Wurfchancen und konnte den Rückstand nicht verringern. In der vierten Minute des zweiten Spielabschnitts verletzte sich dann Lilly Feistkorn am Fuß und fiel für den Rest des Spiels aus. Bis zum Viertelende konnte man durch Clara Englisch und Annika Schwarz von der Dreierlinie und Vanessa Kajan von der Freiwurflinie dranbleiben, lag zur Halbzeit 30:40 im Rückstand.


In der Halbzeitpause nahm man sich vor, die Zügel defensiv anzuziehen und zurück ins Spiel zu kommen. Fünf Punkte von Annika Schwarz, gefolgt von fünf Punkten von Laura Thiele, brachten die Universitätssportlerinnen wieder ins Spiel. München konnte offensiv nicht mehr so frei zum Korb gehen, bekam nicht mehr so viele zweite Würfe. Nach zwei Freiwürfen von Vanessa Kajan war man auf 43:47 dran. Ein Münchner Dreier zum 43:50 setzte den Schlusspunkt des Viertels.


Im letzten Viertel ging es zunächst im Gleichschritt voran, kein Team konnte einen Run starten. Auf Jenaer Seite lag die offensive Last vor allem bei Annika Schwarz, die am Ende mit 24 Punkten Topscorerin des Spiels war. Mit zwei Minuten zu spielen versenkte Lily Rhomberg zwei Freiwürfe und Annika Schwarz markierte fünf Punkte in Folge. Mit 32 Sekunden auf der Uhr war man dadurch auf 59:65 dran. Eine Auszeit und ein anschließendes Play führten zu einem freien Dreier, der das Spiel auf einen Angriff reduziert hätte. Der Ball verfehlte sein Ziel aber knapp und Jena musste foulen. München verwandelte drei von vier Freiwürfen und konnte den 59:68 Erfolg sicherstellen.


So müssen sich die USV VIMODROM Baskets aus dem Playoffrennen verabschieden. Die Kulisse von 300 Fans in der USV Sporthalle, davon etwa 25 aus München, hat gezeigt, dass Damenbasketball in Jena durchaus attraktiv und spannend sein kann. Die Zuschauerzahl und die Stimmung aus Spiel 1 konnten nochmals übertroffen werden und für die Spielerinnen war die Atmosphäre einmalig.


Im Nachgang zum Spiel stellte sich die Knieverletzung von Jill Brand aus dem ersten Spiel als schwerwiegender heraus und sie wird voraussichtlich für den Rest der Saison ausfallen. Auch bei der Fußverletzung von Lilly Feistkorn sieht es nicht nach einer schnellen Rückkehr aus. Ein MRT im Laufe der Woche wird hier Gewissheit bringen, wie lange Jenas Topscorerin ausfallen wird.


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