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  • Thomas Fritsche

WAHRES PLAYOFF FEELING

Mit großartiger Unterstützung von zahlreichen Fans konnten sich die USV VIMODROM Baskets Jena im ersten Playoff-Spiel einen verdienten Sieg gegen die Damen des TSV München Ost sichern (74:69). Mit einem spannenden letzten Viertel boten sie der vollen Halle einen Krimi, welcher wahres Playoff Feeling aufkommen ließ.

Foto: Frieda Fischer


Beide Teams starteten sehr konzentriert und motiviert in das erste Viertel, wodurch dieses ausgeglichen ausfiel (18:16). Es galt, den neuen Gegner der anderen Staffel erst einmal kennenzulernen, die Spielweise und Stärken auszuloten und sich als Mannschaft darauf einzustellen. Aggressive Defense stand in jedem Falle auf dem Plan beider Coaches, wozu insbesondere eine Ganzfeld-Verteidigung bzw. Presse gehörte. Die ersten Punkte für die USV Damen steuerten Annika Schwarz und Jill Brand bei, beide wie gewohnt von ihrer Lieblingsposition, der Dreierlinie.


Ab der 3. Minute des zweiten Viertels legten die VIMO Ladies dann einen starken Run hin: Erfolgreiche Drives zum Korb von Lilly Feistkorn und weitere verwandelte Dreier von Jill, Annika und Laura Thiele sorgten für beste Stimmung auf und abseits des Feldes. Gleichzeitig pushten sich die Universitätssportlerinnen damit auch selbst in der Defense und verhinderten so zahlreiche einfache Abschlüsse der Münchnerinnen. Lediglich im Rebound war noch Verbesserungspotential, die Gegnerinnen kamen zu vielen Offensiv-Rebounds und zweiten oder gar dritten Wurfchancen. Mit einem Vorsprung von 18 Punkten ging es in die Halbzeitpause (42:24).


Ziel der zweiten Hälfte sollte es jetzt sein, den erarbeiteten Vorteil nicht zu verlieren und weiterhin den Fokus hoch zu halten. Dies gelang im dritten Spielabschnitt sehr gut, zwischenzeitlich standen 25 Punkte Unterschied auf der Anzeigetafel. Auf Seiten Jenas zeigte insbesondere Vanessa Kajan ihr Können im Drive zum Korb und zog entweder die Helpside oder ein Foul. München konnte den Abstand nicht verringern und sah sich vor dem 4.Viertel immer noch im Rückstand von 18 Punkten (61:43).


Wie man es in einem Playoff-Spiel erwarten würde, wollten die Münchnerinnen dies nicht auf sich sitzen lassen und zogen das Tempo sowie die Aggressivität in der Defense noch einmal ordentlich an. Sie begannen ihre Aufholjagd, welche insbesondere von starken Abschlüssen am Brett gekennzeichnet war. Zudem nutzen sie ihre Presse, um Ballverluste Jenas zu provozieren und einfache Überzahlsituationen daraus zu generieren.


Die VIMODROM Baskets schienen etwas überrumpelt von der plötzlich gestiegenen Intensität und reagierten nicht mit der nötigen Konzentration. Zwei Minuten vor Schluss war der TSV München Ost bis auf zwei Punkte herangekommen, doch ein starker Layup von Lilly Feistkorn sowie sauber verwandelte Freiwürfe von Annika Schwarz und Lena Rothämel sicherten den Erfolg.


Nachdem man nun einen guten Eindruck der Gegnerinnen gewinnen konnte, gilt es am kommenden Wochenende auch in München mit Motivation, Konzentration und vor allem als Einheit aufzutreten. Nach solch einer emotionalen, siegreichen 1. Playoff-Partie sollte dies hoffentlich kein Problem darstellen! Daumen drücken heißt es für Jill Brand, die sich leider gegen Ende des Spiels am Knie verletzte und auf deren Shooter-Qualität die USV Damen nur ungern verzichten würden.

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