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  • Thomas Fritsche

DETAILSACHE

Im zweiten Spiel dieser Woche trafen die USV VIMODROM Baskets auf das Team von Eintracht Braunschweig. Aufgrund der Diskrepanz in der Tabelle ging Braunschweig klar als Favorit in die Partie. Da die Gastmannschaft jedoch lediglich mit 7 Spielerinnen anreiste und erst am vergangenen Abend das letzte Spiel bestritten hatten, war wieder alles offen. Die USV Damen mussten ihrerseits auf Jill Brandt und Sarah Bennett verzichten, die noch mit Folgen der Corona-Erkrankung zu kämpfen haben. Nach einer spannenden Partie und vielen sehenswerten Spielsequenzen verlor der USV Jena knapp mit 62:67.

Foto: Frida Fischer


Das erste Viertel gestaltete sich relativ ausgeglichen, beide Teams spielten eher strukturiert und versuchten gute Würfe herauszuspielen. Die ersten Punkte für Jena erzielten Chelsey Schumpert und Lilly Feistkorn, beide per Dreier. Die Gäste aus Braunschweig ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und spielten insbesondere ihre Größe unter dem Brett aus. Das Viertel entschieden die Braunschweigerinnen mit 18:24 für sich.


Im zweiten Viertel ließ die Konzentration auf Seiten Jenas ein kleines bisschen nach und auch die Würfe fielen nicht mehr so erfolgreich wie zuvor. Linka Falk und Shaquanda Miller-McCray fanden immer wieder gute Optionen und hielten ihr Team in Führung. Häufig konnte sie nur ein Foul stoppen, weswegen die Gäste zahlreiche Freiwürfe erhielten. Trotzalledem schien weder der Kampfgeist noch die Motivation der USV Damen zu sinken, sie verteidigten hart und ermöglichten sich oft gute Wurfchancen. In die Halbzeitpause ging es mit 36:45, also machbaren 9 Punkten.


Der folgende Spielabschnitt begann sehr gut für Jena und ließ auf einen Sieg hoffen. Fokussiert und mit starker Defense-Arbeit kämpften sich die Universitätsportlerinnen Punkt für Punkt an das routinierte Team aus Braunschweig geran. Positiv zu erwähnen ist hier Center-Spielerin Anna-Sophie Metzdorf, die das gesamte Spiel über konzentriert und aggressiv – die doch größentechnisch überlegenen Inside-Spielerinnen Braunschweigs – verteidigte, nach jedem Ball sprang und somit ein positives Gefühl an die Mannschaft weitergab. Unterstützt von Kapitän Tina Rothämel, die Struktur und Ruhe in die Jenaer Offense brachte, war das Team auf Details bedacht, um Fehler zu vermeiden. Dank dieser Einstellung und intensiver Verteidigung konnte der Abstand auf 47:53 verkürzt werden.


Das letzte Viertel war von Spannung und höchstem Willen der USV Damen geprägt. Es wurde an die gute Leistung des vorherigen Viertels angeknüpft und endlich: Mit noch 2 Minuten zu spielen, konnten sie dank Dreier von Chelsey Schumpert auf 62:64 verkürzen. Anschließend sollte das letzte Fünkchen Glück jedoch fehlen und ein paar Details, die zu unnötigen Fehlern führten, verhinderten eine Verlängerung oder gar den Sieg. So enttäuschend diese knappe Niederlage für das gesamte Team war, so positiv ist dennoch die defensive Leistung und Konzentration auf Details zu bewerten. Über lange Strecken konnte die Fehlerquote minimal gehalten werden und mit genau diesem Anspruch und notwendiger Einstellung sollten die kommenden Spiele angegangen werden. Hoffentlich kann dann der langersehnte Sieg verbucht werden!

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